Tessera Pfoten Kreta e.V.


Update Südkreta

Ein Dorf voller Hunde – und eine große Aufgabe!

30.11.2025

Als unser Team in dem kleinen Dorf ankam, waren von den ursprünglich 11 Welpen nur noch 9 übrig.
Was mit den zwei verschwundenen Welpen passiert ist, weiß niemand – ihre Spur verliert sich im Dorf. 
Vor Ort zeigte sich schnell das ganze Ausmaß: 
Nicht nur die Mutterhündin mit ihren 9 Welpen lebte dort, sondern auch eine weitere Mutter mit 3 Welpen,
dazu zwei erwachsene Hündinnen, zwei Rüden, zwei Junghunde – und unzählige Katzen. 
Alle erwachsenen Hunde waren sehr scheu und ließen sich nicht anfassen. Nur die Welpen waren fröhlich und aufgeschlossen. 
Einige Dorfbewohner versorgten die Tiere mit dem Nötigsten, doch sie hatten selbst kaum etwas. 
Damit begann für uns die eigentliche Mission: 
Die Planung einer Einfangaktion, die Organisation von Kastrationen, Tierarztterminen und die Suche nach Pflegestellen für die Welpen.
Denn ungeimpft können sie nicht in eine Aufnahmestation, sondern müssen erst in Quarantäne, bis sie vollständig geimpft sind. 
Wir versorgten die Menschen, die sich um die Tiere kümmerten, mit Futter  – und starteten direkt in die Planung.


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Der Tag der Kastrationen kam!

01.12.2025

Das Auto vollgepackt mit Futter, Transportboxen und Fallen machten wir uns erneut auf den Weg,
um so viele Hündinnen wie möglich einzufangen.
Die erste Hündin ließ sich schnell und problemlos mit Futter in die Box locken – ein kleiner Hoffnungsschimmer,
dass es bei den anderen genauso leicht sein würde. Doch wir lagen falsch .
Stunden vergingen, unzählige Versuche blieben erfolglos. Einige der Hunde waren äußerst scheu und ließen sich nicht berühren.
Kurz bevor wir aufgeben mussten, gelang es uns doch noch, eine weitere Hündin zu sichern.
Mit den beiden Hündinnen fuhren wir sofort zum Tierarzt. Dort wurden sie kastriert und gegen Parasiten behandelt.
Nach mehreren Tagen Erholung in der Praxis konnten sie zurück in ihre vertraute Umgebung,
wo sie freudig von den anderen Hunden begrüßt wurden.
Um eine weitere unkontrollierte Vermehrung nachhaltig zu verhindern, nahmen wir Kontakt
zu unseren Freunden von ZeroStrayProject auf, damit die Hunde bei ihrer nächsten Kastrationsaktion in der Region
mit eingeplant werden können. Denn nur Kastrationen können langfristig Leid verhindern.
Parallel dazu führten wir unzählige Gespräche, kontaktierten jeden, den wir auf der Insel kannten, und starteten zahlreiche Aufrufe.
Denn eines war klar: Die Welpen konnten dort nicht bleiben!


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Ein weiterer Schritt Richtung Sicherheit für die Welpen

02.12.2025 

Die Suche nach Pflegestellen erwies sich als äußerst schwer und bescherte uns schlaflose Nächte.
Mittlerweile waren es statt 9 nur noch 7 Welpen  – wieder ungewiss, was mit den anderen passiert war.
Dann kam die erste Nachricht:
Eine Pflegestelle konnte 2 Welpen aufnehmen! Freude mischte sich mit Sorge, denn die übrigen Welpen waren weiterhin in Gefahr.
Kurz darauf die erlösende Nachricht:
Eine alte Freundin konnte die restlichen 5 Welpen aufnehmen.
Am nächsten Morgen machten wir uns sofort auf den Weg, um die Welpen so schnell wie möglich zu sichern,
bevor erneut etwas passieren konnte. Vor Ort waren sie zunächst verschwunden – unser Herz rutschte uns in die Hose.
Doch dann tauchte der erste Welpe auf, und als er auf uns zugerannt kam, folgten ihm die Geschwister aus ihren Verstecken.
Glücklicherweise ließen sie sich schnell einpacken, unterstützt von ein paar Nachbarn. 
Die erste Autofahrt ihres Lebens bekam ihnen zwar nicht so gut, aber sie erholten sich schnell!

Die Welpen entwickeln sich super auf ihren Pflegestellen und sind weiterhin fröhlich und aufgeweckt!
Wir behalten die Situation in diesem Dorf weiterhin im Auge – und werden die Welpen begleiten, wie sie in Sicherheit groß werden.